Das im Jahr 2025 erschienene Werk von Roman Smithson beleuchtet mit „Greenland: From Erik the Red to Donald Trump. The Strategic Importance of the Arctic“ die faszinierende Transformation Grönlands von einem abgelegenen Wikinger-Außenposten zu einem der entscheidendsten Schauplätze moderner Geopolitik. Smithson, der sich in seiner Reihe „Epizentren der Weltpolitik“ auf strategische Krisenherde spezialisiert hat, zeigt, wie der Klimawandel und unentdeckte Ressourcen die größte Insel der Welt erneut ins Visier globaler Supermächte gerückt haben. Das Buch hat einen bedeutenden gesellschaftlichen Einfluss, da es die aktuelle Diskussion um Souveränität, postkoloniale Identität und die strategische Neuausrichtung der Arktis im 21. Jahrhundert tiefgreifend analysiert und dabei sowohl die Perspektive der Inuit als auch die machtpolitischen Ambitionen der USA und Russlands einbezieht.
3 zentrale Erkenntnisse aus dem Buch
Die strategische Unverzichtbarkeit: Seit dem Zweiten Weltkrieg ist Grönland aufgrund seiner geografischen Lage zwischen Nordamerika und Europa sowie seiner Rolle für das Raketenabwehrsystem (z. B. Thule Air Base) ein unverzichtbarer militärischer Ankerpunkt für die Sicherheit des Nordatlantiks.
Das Paradoxon des Klimawandels: Während das Schmelzen des Eisschildes eine ökologische Bedrohung darstellt, eröffnet es gleichzeitig den Zugang zu gewaltigen Vorkommen an Seltenen Erden, Zink und potenziellen Kohlenwasserstoffen, was Grönland zu einem wirtschaftlichen „Hotspot“ macht.
Der unaufhaltsame Weg zur Selbstbestimmung: Die Geschichte Grönlands ist geprägt von einem tiefen Streben der Inuit nach Autonomie, von der „Home Rule“ 1979 bis zum Recht auf eine künftige vollständige Unabhängigkeit im Jahr 2009.
Für wen ist das Buch besonders interessant?
Geopolitisch Interessierte: Für Leser, die verstehen wollen, warum die Arktis zum Schauplatz neuer Territorialansprüche wird und welche strategischen Interessen hinter den Kaufangeboten der Trump-Administration stehen.
Umweltschützer und Klimaforscher: Da Grönland als Frühwarnsystem des Klimawandels fungiert, bietet das Buch wertvolle Einblicke in die Folgen der Eisschmelze für das globale Ökosystem.
Historiker und Kulturinteressierte: Für alle, die die Reise von den ersten Wikingersiedlungen Erik des Roten bis zur modernen Inuit-Kultur („Kalaallit Nunaat“) nachvollziehen möchten.
Was Du aus dem Buch mitnehmen kannst
Ein eisiges Erbe: Die historische Identität Grönlands
Das Buch entfaltet ein Panorama, das bei der Verbannung von Erik dem Roten im Jahr 982 n. Chr. beginnt, der die Insel geschickt „Grönland“ („Grünland“) nannte, um Siedler anzulocken. Smithson bettet die Entwicklung des Territoriums in den Kontext der dänisch-norwegischen Vorherrschaft und des späteren Erwachens der Inuit-Identität ein. Dabei wird deutlich, dass Grönland nie bloß eine leblose Eiswüste war, sondern ein Lebensraum mit einer tief verwurzelten Kultur, die heute mehr denn je auf ihre Souveränität pocht und sich erfolgreich gegen koloniale Überbleibsel wehrt.
Machtspiele im Hohen Norden: Ressourcen und Annexionspläne
Ein zentrales Thema ist die Analyse der Trump-Ära und die provokante Idee, Grönland zu kaufen oder gar zu annektieren. Smithson legt die wirtschaftlichen Triebfedern hinter diesen Vorstößen offen: den Hunger nach strategisch wichtigen Mineralien und die Kontrolle über neue Handelsrouten, die durch das tauende Packeis entstehen. Der Autor macht klar, dass solche Bestrebungen nicht nur diplomatische Krisen mit Dänemark und Kanada auslösen, sondern auch das fundamentale Völkerrecht sowie die Integrität der NATO-Partner auf die Probe stellen.
Zukunftsszenarien: Grönlands Rolle in einer veränderten Welt
Smithson bietet einen fundierten Ausblick auf die kommenden Jahrzehnte und skizziert verschiedene Szenarien: von wirtschaftlicher Blüte durch Bergbau und nachhaltigen Tourismus bis hin zur ökologischen Katastrophe. Die zentrale Lehre ist die Erkenntnis, dass Grönlands Zukunft davon abhängt, ob es den Inselbewohnern gelingt, ihre natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll zu verwalten, während sie gleichzeitig als diplomatischer Brückenkopf zwischen den Interessen der USA, Chinas und Russlands fungieren. Es ist ein Weckruf, die arktische Region nicht nur als Rohstofflager, sondern als schützenswertes kulturelles Erbe zu begreifen.
Das Buch in einem Satz
Grönland ist weit mehr als eine einsame Insel im Norden; es ist das strategische Herzstück der Arktis, dessen Schicksal heute zwischen historischem Erbe, drastischem Klimawandel und den machtpolitischen Begehrlichkeiten globaler Supermächte neu entschieden wird.
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