Ein authentischer Bericht über den Vernichtungswillen des MfS. Überleben im Fadenkreuz der „Operation Skorpion“. Die erschütternde Chronik eines deutsch-deutschen Schicksals.
Das im Jahr 2001 erstmals erschienene Werk von Wolfgang Welsch ist mit „Ich war Staatsfeind Nr. 1“ ein atmosphärisch dichter Bericht über eines der dunkelsten Kapitel der deutsch-deutschen Vergangenheit. Welsch, der selbst sieben Jahre in DDR-Gefängnissen und „Folterhöllen“ verbrachte, legt als Überlebender Zeugnis gegen ein kriminelles System ab. Das Buch hatte erheblichen Einfluss auf das gesellschaftliche Verständnis des SED-Terrors, da es den beispiellosen Vernichtungswillen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) gegenüber Einzelpersonen dokumentiert.
3 zentrale Erkenntnisse aus dem Buch
Die Skrupellosigkeit des MfS: Unter dem Codenamen „Operation Skorpion“ verfolgte der Geheimdienst den Autor über Jahre hinweg mit dem Ziel, ihn physisch zu liquidieren.
Das System der „Sklavenarbeit“: In Zuchthäusern wie Brandenburg-Görden wurden politische Häftlinge unter widrigsten Bedingungen zur Zwangsarbeit für den militärisch-industriellen Komplex gezwungen.
Die Macht des Widerstands: Trotz schwerster körperlicher und seelischer Verletzungen blieb der Wille des Autors ungebrochen, das Unrecht der Diktatur öffentlich an den Pranger zu stellen.
Für wen ist das Buch besonders interessant?
Historisch Interessierte, die einen hautnahen Einblick in die Arbeitsweise der Stasi und das Leben in DDR-Haftanstalten suchen.
Politisch engagierte Leser, die sich mit den Themen Zivilcourage, Widerstand gegen Diktaturen und Menschenrechte auseinandersetzen.
Liebhaber von Biografien, die eine packende Lebensgeschichte über Verrat, Überlebenskampf und spätere Gerechtigkeit schätzen.
Was Du aus dem Buch mitnehmen kannst
Gefangenschaft und staatlicher Terror: Leben im Gulag
Wolfgang Welsch beschreibt detailliert seinen Weg vom jungen Schauspielschüler zum Häftling im „Gelben Elend“ von Bautzen und im Zuchthaus Brandenburg. Sein Bericht verdeutlicht, dass das Leben in der DDR für Oppositionelle eine „tägliche Freiheitsberaubung“ darstellte. Besonders eindringlich schildert er die systematische Zersetzung des Individuums durch Isolationshaft, Schlafentzug und physische Gewalt, die er am eigenen Leib erfahren musste.
Fluchthilfe und Mordanschläge: Im Visier der Stasi
Nach seinem Freikauf durch die Bundesregierung im Jahr 1971 wurde Welsch vom Westen aus zu einem der erfolgreichsten Fluchthelfer und schleuste über 200 Menschen aus der DDR. Das machte ihn zum „Staatsfeind Nr. 1“ und löste eine Serie von Mordanschlägen aus. Welsch überlebte eine Bombe in seinem Auto, einen Schuss aus einem Scharfschützengewehr in England und eine schwere Thalliumvergiftung in Israel. Diese Ereignisse zeigen die globale Reichweite und die mörderische Entschlossenheit des MfS-Apparates unter Markus Wolf und Erich Mielke.
Gerechtigkeit und Vergebung: Ein später Sieg
Trotz der jahrelangen Verfolgung und des Verrats durch engste Vertraute wie seinen „Freund“ Peter Haack (IM „Alfons“) endet Welschs Bericht mit einem Akt der Menschlichkeit. Nach dem Mauerfall suchte er beharrlich die juristische Aufarbeitung und sah seine Peiniger schließlich vor Gericht. Der Moment, in dem er seinem Beinahe-Mörder im Gerichtssaal gegenübertritt und ihm vergibt, markiert den persönlichen Triumph über den Hass und das System, das ihn vernichten wollte.
Das Buch in einem Satz
Ein erschütterndes und zugleich hoffnungsvolles Zeugnis über den unerschütterlichen Kampf eines Mannes für die Freiheit und seinen Sieg über den mörderischen Terror der Stasi.
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