Das im Jahr 2020 erschienene Buch „Apocalypse Never“ ist eine provokante Streitschrift des langjährigen Umweltaktivisten Michael Shellenberger, der sich gegen die vorherrschende Panikmache in der Klimadebatte wendet. Als „Held der Umwelt“ vom Time Magazine ausgezeichnet, argumentiert Shellenberger, dass der apokalyptische Alarmismus nicht nur wissenschaftlich unhaltbar ist, sondern den Menschen und der Umwelt sogar schadet. Das Buch plädiert für einen „Umwelt-Humanismus“, der Technik und Wohlstand als Lösung und nicht als Ursache unserer ökologischen Probleme begreift.
3 zentrale Erkenntnisse aus dem Buch
Diese Aspekte stellen die gängige Meinung auf den Kopf und basieren auf wissenschaftlichen Daten:
Der Klimawandel ist real, aber nicht das Ende der Welt: Shellenberger zeigt auf, dass weder der IPCC noch seriöse Wissenschaftler behaupten, der Klimawandel würde zum Aussterben der Menschheit führen. Tatsächlich sind die Todesfälle durch Naturkatastrophen in den letzten 100 Jahren um über 90 % gesunken, obwohl die Weltbevölkerung massiv gewachsen ist, weil wir durch Wohlstand widerstandsfähiger geworden sind.
Naturschutz braucht wirtschaftliche Entwicklung: Armut ist der größte Feind der Natur. Menschen in armen Ländern (wie im Kongo) sind gezwungen, Wälder für Holzkohle zu roden und Wildtiere zu essen, um zu überleben. Erst durch Industrialisierung, Urbanisierung und intensive Landwirtschaft ziehen Menschen in Städte, wodurch Land für die Natur frei wird und die Wildtierbestände sich erholen können.
Energiedichte ist der Schlüssel zum Umweltschutz: Erneuerbare Energien wie Wind und Solar haben eine sehr geringe Energiedichte und verbrauchen daher riesige Mengen an Land und Ressourcen, was oft zulasten von Wildtierhabitaten geht. Atomkraft hingegen ist die sicherste Energiequelle mit dem geringsten Flächenverbrauch und dem wenigsten Abfall, weshalb sie essenziell für echte Nachhaltigkeit ist.
Für wen ist das Buch besonders interessant?
Umweltbewusste Realisten, die Lösungen suchen, die technologischen Fortschritt und Naturschutz vereinen, statt Wohlstand zu verteufeln.
Menschen mit „Eco-Anxiety“ (Klima-Angst), die durch die ständigen Weltuntergangsmeldungen in den Medien verängstigt sind und eine faktenbasierte, optimistischere Perspektive brauchen.
Politisch Interessierte und Entscheidungsträger, die verstehen wollen, warum gut gemeinte Maßnahmen (wie das Verbot von Plastikhalmen oder der Atomausstieg) oft das Gegenteil bewirken.
Was Du aus dem Buch mitnehmen kannst
Schluss mit der Panik – Fakten statt Mythen
Shellenberger entlarvt systematisch populäre Umwelt-Mythen. Ein prominentes Beispiel ist der Amazonas-Regenwald: Er ist nicht die „Lunge der Erde“. Wissenschaftlich gesehen verbrauchen die Bäume und Mikroorganismen im Amazonas fast den gesamten Sauerstoff, den sie produzieren, selbst wieder – die Netto-Bilanz ist null. Auch die Hysterie um Plastikhalme rückt er zurecht: Sie machen nur 0,03 % des Plastikmülls in den Ozeanen aus. Das eigentliche Problem ist nicht das Material, sondern fehlende Abfallwirtschaft in armen Ländern. Shellenberger warnt davor, dass „apokalyptischer Umweltschutz“ uns dazu bringt, falsche Entscheidungen zu treffen, die auf Symbolpolitik statt auf Wirksamkeit beruhen.
Die Rettung der Natur durch Technologie
Ein zentrales Aha-Moment des Buches ist die Geschichte, wie Technologie die Natur rettet. Nicht Greenpeace hat die Wale gerettet, sondern die Entdeckung von Erdöl (Kerosin) und später Pflanzenölen, die Walöl als Brennstoff und Rohstoff überflüssig machten. Ebenso argumentiert Shellenberger, dass „Sweatshops den Planeten retten“: Fabriken ermöglichen es Menschen, die Subsistenzlandwirtschaft zu verlassen, was den Druck auf Wälder verringert und den Weg zu Wohlstand ebnet. Er plädiert leidenschaftlich für Atomkraft: Sie hat historisch Millionen Leben gerettet, indem sie die Luftverschmutzung durch Kohle verhinderte, und ist die einzige skalierbare, emissionsfreie Energiequelle, die nicht riesige Landflächen für eine unzuverlässige Stromerzeugung opfert.
Ausblick – Ein Plädoyer für Umwelt-Humanismus
Das Buch endet mit einem Aufruf zum „Umwelt-Humanismus“. Anstatt Entwicklungsländern vorzuschreiben, „nachhaltig arm“ zu bleiben, indem wir ihnen fossile Brennstoffe oder Staudämme verweigern, sollten reiche Nationen ihnen helfen, sich zu industrialisieren. Nur reiche Gesellschaften können es sich leisten, die Umwelt effektiv zu schützen. Shellenberger kritisiert die Heuchelei westlicher Eliten und fordert eine Rückbesinnung auf den Menschen: Wir schützen die Natur nicht, weil wir sie fürchten, sondern weil wir sie lieben – und wir brauchen Wohlstand und Energiedichte (Atomkraft), um sowohl Menschen als auch bedrohten Arten wie den Berggorillas eine Zukunft zu geben.
Das Buch in einem Satz
Apocalypse Never ist ein faktenbasiertes Manifest gegen die Weltuntergangsstimmung, das zeigt, wie technologischer Fortschritt, Atomkraft und wirtschaftliches Wachstum die einzigen realistischen Wege sind, um sowohl die Menschheit aus der Armut zu befreien als auch die Natur wirksam zu schützen.
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