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Douglas W. Hubbard – How to Measure Anything
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Douglas W. Hubbard – How to Measure Anything

Warum Messen nicht bedeutet, exakt zu zählen

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Das ursprünglich 2007 erschienene und mehrfach überarbeitete Standardwerk „How to Measure Anything“ von Douglas W. Hubbard gilt als Bibel für alle, die sich mit „weichen“ Faktoren im Business konfrontiert sehen. Hubbard, Erfinder der Applied Information Economics (AIE), räumt radikal mit dem Vorurteil auf, dass Dinge wie Kundenzufriedenheit, Risiko oder Qualität nicht messbar seien. Sein Ansatz hat Entscheidungsprozesse in Fortune-500-Unternehmen und Regierungsbehörden weltweit revolutioniert, indem er bewies: Wenn etwas wichtig genug ist, um eine Entscheidung zu beeinflussen, ist es auch messbar.

3 zentrale Erkenntnisse aus dem Buch

Diese Konzepte transformieren das Verständnis von Datenanalyse und Entscheidungsfindung:

  • Messung ist Unsicherheitsreduktion, keine Perfektion: Viele Manager scheitern, weil sie Messung mit exakter Zählung verwechseln. Hubbard definiert Messung wissenschaftlich als jede Beobachtung, die die Ungewissheit reduziert. Selbst eine grobe Schätzung ist wertvoll, wenn sie das Risiko einer falschen Entscheidung verringert.

  • Die „Measurement Inversion“ (Mess-Umkehrung): Unternehmen messen oft das Falsche. Hubbard zeigt empirisch, dass Firmen die meiste Zeit in Messungen mit geringem Informationswert investieren (weil es einfach ist), während sie die Variablen mit dem höchsten Informationswert ignorieren (weil sie unsicher erscheinen), obwohl gerade dort eine Messung den größten wirtschaftlichen Nutzen hätte.

  • Sie brauchen weniger Daten, als Sie denken: Wenn das Wissen über eine Sache sehr gering ist (hohe Unsicherheit), genügen oft winzige Stichproben, um den Wissensstand massiv zu verbessern. Hubbard demonstriert statistisch valide Methoden, wie man mit sehr wenigen Beobachtungen enorme Erkenntnissprünge macht.

Für wen ist das Buch besonders interessant?

  • Führungskräfte und Entscheider, die Budgets für Projekte freigeben müssen, deren Nutzen „intangibel“ erscheint (z. B. IT-Sicherheit, Imagekampagnen).

  • Projektmanager und Analysten, die solide Business Cases jenseits von reinem Bauchgefühl erstellen wollen.

  • Skeptiker der Datenerhebung, die glauben, dass menschliche Intuition durch Zahlen nicht ersetzt werden kann (und lernen werden, wie man Intuition kalibriert).

Was Du aus dem Buch mitnehmen kannst

Das Ende der Ausreden: Alles ist beobachtbar

Hubbard beginnt mit einer fundamentalen Prämisse: Wenn etwas existiert und für eine Entscheidung relevant ist, dann hat es beobachtbare Konsequenzen. Sobald man diese Konsequenzen identifiziert („Clarification Chain“), wird das angeblich „Unmessbare“ (wie Qualität oder Innovation) zu etwas Greifbarem. Ein zentraler Aha-Moment ist die Erkenntnis, dass wir oft gar nicht wissen, was wir messen wollen. Sobald das Ziel der Entscheidung klar definiert ist, löst sich das Messproblem oft von selbst. Der Autor ermutigt dazu, falsche Annahmen abzulegen – etwa die Idee, dass jede Situation so einzigartig sei, dass historische Daten nutzlos wären.

Werkzeuge für die Praxis: Von Fermi bis zur „Rule of Five“

Das Buch bietet konkrete „Power Tools“ für den Alltag. Besonders hervorzuheben ist die „Rule of Five“: Es besteht eine 93,75-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Median einer beliebigen Grundgesamtheit zwischen dem kleinsten und größten Wert einer Zufallsstichprobe von nur fünf Werten liegt. Das bedeutet, man kann mit minimalem Aufwand massive Unsicherheit beseitigen. Hubbard führt zudem in die Kalibrierung ein – eine trainierbare Fähigkeit, Wahrscheinlichkeiten so einzuschätzen, dass das eigene Vertrauen (z. B. „Ich bin zu 90 % sicher“) mit der Realität übereinstimmt. Er zeigt, wie man durch einfache Übungen und Wetten gegen sich selbst die menschliche Tendenz zur Selbstüberschätzung korrigiert.

Der Wert der Information: Messen, was zählt

Nicht alles sollte gemessen werden. Hubbard führt das Konzept des Value of Information (VOI) ein. Bevor man teure Studien in Auftrag gibt, sollte man berechnen, was das Wissen überhaupt wert ist. Oft stellt sich heraus, dass die Reduktion von Unsicherheit bei „weichen“ Faktoren (wie dem Risiko eines Imageschadens) Millionen wert ist, während präzise Buchhaltungskennzahlen für die anstehende Entscheidung irrelevant sind. Der Leser lernt, Messungen als iterative Prozesse zu verstehen: Messen Sie erst grob, um zu sehen, ob weitere Messungen wirtschaftlich gerechtfertigt sind. Das Ziel ist nicht die Wahrheit in der dritten Nachkommastelle, sondern eine bessere Entscheidungsgrundlage als der reine Zufall.

Das Buch in einem Satz

Alles, was für Entscheidungen relevant ist, lässt sich durch Beobachtung quantifizieren, wenn man Messung als Reduktion von Unsicherheit statt als Suche nach exakten Zahlen begreift.

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